Im Alter von fünf Monaten erfolgt der Zahnwechsel. Die Kätzchen beginnen nun auch, im Revier selbstständig zu markieren. Schon nach sechs Monaten ist die Katze erwachsen und unabhängig. Sie kann selbst Beute jagen und sich allein im Leben behaupten.

Nach knapp einem Jahr sind die weiblichen Katzen geschlechtsreif, die Kater brauchen in der Regel ein gutes Jahr dafür. Nun kann die Partnersuche beginnen. Bei wild lebenden Katzen ist der Paarungszyklus von den Jahreszeiten abhängig. Klima und Nahrungsangebot spielen bei der Aufzucht der Jungen eine erhebliche Rolle. Eine Wildkatze bringt bei einem Wurf pro Jahr bis zu vier Junge zur Welt.

Die Hauskatze hingegen kennt keinen von der Natur vorgegebenen Rhythmus. Dank konstanter Wärme und Futterversorgung kann sie sogar mehrmals im Jahr trächtig werden. Dadurch können Hauskatzen sich wesentlich schneller vermehren, als ihre wild lebenden Artgenossen. So kann eine Hauskatze bei drei Würfen im Jahr durchaus 14 gesunde Junge in die Welt setzen, die nach etwa einem Jahr selbst geschlechtsreif werden und sich wiederum vermehren… Wenn man diese Rechnung weiterführt, kommt man schnell zu abenteuerlichen Größenordnungen, weshalb es sich mittlerweile durchgesetzt hat, durch Sterilisation und Kastration regulierend einzugreifen. Manche Gemeinden verteilen an streunende Katzenpopulationen Futter mit beigemischter „Antibabypille“.