Schließlich gelingt es einem Kater, in unmittelbare Nähe des Weibchens zu gelangen, ohne ihre Gegenwehr auszulösen. Er begrüßt sie mit einem leisen, zirpenden Geräusch. Wird er nicht vertrieben, kann er sich mit ihr paaren. Er packt sie dazu mit den Zähnen fest im Nacken und besteigt sie. Das ist nicht etwa ein Akt der Brutalität im Sinne einer Vergewaltigung. Vielmehr nutzt der Kater den Stillhaltereflex, den Katzen seit frühester Jugend instinktiv vollführen, wenn sie – anfangs von der Mutter – im Genick gepackt werden. Dadurch schützt er sich vor eventuell doch noch erfolgenden Hieben oder Bissen und erleichtert sich das Besteigen. Das Weibchen drückt den Oberkörper an den Boden, hebt das Becken und richtet den Schwanz zur Seite, um ihm das Eindringen zu ermöglichen. Die eigentliche Kopulation ist nach langem Vorspiel relativ kurz. In der Regel dauert der eigentliche Zeugungsakt nicht länger als zehn Sekunden.