Als die Menschen anfingen, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben, begann auch die bewußte Vorratshaltung. Besonders Getreidespeicher wurden oft von Mäusen und Ratten heimgesucht. Die Menschen waren nicht selbst in der Lage dieser flinken Räuber Herr zu werden, zumal die sich rasend schnell vermehrten und Schädlingsbekämpfungsmittel, wie zum Beispiel Rattengift, noch nicht erhältlich war . Statt dessen bemühte man sich, bewußt, Katzen in und um die Speicher anzusiedeln, um die Nagetiere in Schach zu halten. Eine Situation, von der beide Seiten profitierten. Den Katzen boten sich hervorragende Jagdgründe. Je höher die Mäuse- und Rattenpopulation, um so mehr Katzen wurden satt. Der Wert der Katze als Schädlingsbekämpfer wurde zeitweise so hoch eingeschätzt, dass zum Beispiel in England drakonische Strafen für das Töten einer Katze verhängt wurden.