Die Angorakatze ist gewiss die bekannteste Rasse unter den Langhaarkatzen. Ihr Fell bleibt jedoch nur so schön lang, wenn eine gezielte Züchtung erfolgt. Ansonsten spricht man schnell von Halblanghaarkatzen. Charakteristisch für die Angorakatze sind der schmale Körperbau und die keilförmige Kopfform mit den prägnanten ovalen Augen. Ein buschiger Schwanz und Halsbereich sind ihr außerdem eigen. Wie der Körper sind auch die Beine recht schlank. Sie wirkt dadurch sehr grazil und elegant. Besonders im Zusammenspiel mit dem seidigen Fell entsteht ein anmutiges Gesamtbild.

Es handelt sich um eine sehr aufgeweckte und verspielte Katze. Die Neugier treibt sie ständig zu neuen Entdeckungstouren. Dies erfordert es natürlich vom Halter, sich ausgiebig mit dem Tier zu beschäftigen. In besonderem Maße bei Einzelhaltung. Ausgelassenes Spielen und Herumtollen darf also nicht fehlen. Dabei sollte sie aufgrund ihres filigranen Aussehens nicht falsch eingeschätzt werden: auch wenn es mal etwas wilder hergeht verliert sie nicht den Spaß am Spiel. In ruhigeren Phasen ist sie jedoch sehr verschmust und sucht die menschliche Nähe. Kuscheln auf dem Sofa mag sie ebenso gern wie einen ruhigen Rückzugsort. Die Angorakatze hat ihren eigenen Kopf, lässt sich aber durchaus ein paar Tricks anlernen.

Die Pflege des Tieres ist etwas anspruchsvoller und zeitaufwändiger als die einer normalen Katze. In erster Linie ist dies auf das lange Fell zurückzuführen. Die Tiere sollten von klein auf an einen Kamm gewöhnt werden, da sie ihn sonst in späteren Jahren ablehnen könnten. Es sollte auch bedacht werden, dass es in der Wohnung vermehrt zu Haaren kommen wird. Sie haften an Möbeln, Kleidung und Teppichen. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Aufwand. Eine Einzelhaltung empfiehlt sich nur, wenn sich häufig jemand in der Wohnung aufhält. Ansonsten hätte die Angorakatze gerne einen Gesellen – denn sie ist nicht gerne allein.

Ob die Katze richtig ernährt wird, lässt sich an ihrem Fell erkennen: Ein glänzendes Fell ist ein guter Indikator. Die Gabe von hochwertigem Futter sollte selbstverständlich sein. Für eine optimale Gesundheit benötigt die Katze Eiweiß, essentielle Fettsäuren, Mineralien sowie Vitamine. Qualitative Fertigprodukte enthalten diese Bestandteile in der richtigen Mischung. Wichtig ist die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit. Es eignen sich Wasser und laktose-reduzierte Milch. Probleme bei der Verdauung des Tieres sind ein Hinweis, dass etwas nicht stimmt. Im Zweifelsfall kann auch ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.