Die Bengal-Katze zeigt durch ihre intensive Fellmusterung die Verwandtschaft mit den Raubkatzen. Man fühlt sich bei ihrem Anblick unwillkürlich an Leoparden, Jaguare und  Tiger erinnert.

Die Entwicklung

Die Bengal-Katze ist aus einer Kreuzung asiatischer Leopardenkatzen mit europäischen Kurzhaarkatzen entstanden. Die Züchtung wurde in den sechziger und siebziger Jahren bewußt vorgenommen, um die Eigenschaften asiatischer Wildkatzen mit denen europäischer Hauskatzen zu verbinden. In der weiteren Entwicklung der Rasse wurden vereinzelt American Shorthair, Abessinier, Orientalisch Kurzhaar und Ägyptische Mau eingekreuzt. Durch die wilde Herkunft ist eine besonders kraftvolle, elastische Bewegungsfähigkeit erhalten geblieben; so verfügen Bengal-Katzen beispielsweise über eine außerordentliche Sprungkraft.

Das Aussehen

Die Fellmusterung ist äußerst intensiv und kontrastreich. Helle und und dunkle Tupfen, Punkte, Ovale und längliche Spots lassen die Verwandtschaft zur Raubkatzenzeichnung deutlich erkennen. Die Augenfarbe kann grün, blaugrün, braun oder gelbgold sein. Züchter legen Wert darauf, dass die Bengal-Katze möglichst nicht wie eine Hauskatze aussieht. Eine gestreifte Zeichnung ist daher nicht erwünscht, intensive Punkte und Tupfen gelten als willkommen. Langhaarigere Exemplare werden von Spezialisten als eigenständige Unterart angesehen und als Cashmere-Bengalen bezeichnet.

Zucht und Charakter

Die Bengal-Katze gilt mittlerweile als etablierte Rasse; man verzichtet auf Einkreuzungen von außen, das bedeutet, es werden nur noch reinrassige Bengal-Katzen untereinander gepaart. Bengal-Katzen sind sehr aktiv und bewegungsfreudig. Sie spielen gerne und machen einen körperlich agilen Eindruck. Daran hat der genetische Anteil der Wildkatzen-Herkunft sicher einen erheblichen Anteil. Vom Wesen her sind sie aufmerksam, zum Teil sogar sehr neugierig. Um den Aktivitätsdrang ausleben zu können, sollten sie viele Anregungen und ausreichend Spielzeug zur Verfügung haben. Die Bengal-Katze schmust gerne und schnurrt viel. Sie schätzt die Interaktion mit dem Menschen, macht durch Miauen und andere Laute auf sich aufmerksam. Bengal-Katzen sind gerne in Bewegung und folgen dem Menschen, sobald es interessant zu werden verspricht. Viele von ihnen mögen das Wasser.

Bengal-Katzen-Züchter sind im internationalen Dachverband TIBCS zusammengeschlossen, der schon 1988 gegründet wurde. Auch in Deutschland haben die Liebhaber der Bengal-Katzen eine eigene Web-Plattform. Hier findet man Antworten auf alle spezifischen Fragen rund um die Rasse und ihre Standards, eine Züchterliste, Ausstellungstermine und viele Serviceangebote.