Vornehm wirkt sie, die Burma-Katze. Sie kommt aus dem Orient und mit ihrer würdevollen Ausstrahlung erinnert sie unwillkürlich an die ägyptische Sphinx. Sie ist allerdings äußerst kontaktfreudig und liebt das Zusammensein und Kuscheln mit „ihren“ Menschen.

Die Entwicklung

Die Burma-Katze hat ihren Ursprung in der Union Myanmar. Das Land, gelegen am Indischen Ozean, grenzt an Thailand, Laos, China und Indien. Es hieß früher Birma, bzw. engl. Burma. Daher hat die Rasse ihren Namen; auch die Bezeichnung „Burmese“ ist gebräuchlich. Dort gilt diese Katzenart traditionell als eine Tempelkatzen-Rasse. Das heißt, sie lebt dort bei den Mönchen. Mit einem durchschnittlichen Lebensalter von etwa 17 Jahren gelten Burma-Katzen als eine der langlebigsten Rassen.

Schon 1930 nahm ein Angehöriger der US Navy eine Katze mit nach Kalifornien und begann mit ihr und mit Siamkatern zu züchten. Dieses Tier, „Wong-Mau“, gilt als „Ur-Mutter“ der heutigen Burma-Katzen in der westlichen Welt.

Das Aussehen

Die Burma-Katze gehört zu den kurzhaarigen Hauskatzen. Sie ist mittelgroß, kräftig und muskulös. Das Fell hat einen seidigen Glanz in bräunlichen, rötlichen und auch grauen Tönen, Farbnuancen gehen oft sanft ineinander über. Fachleute unterscheiden zehn Farbkategorien. Typisch ist, dass die Färbung im Gesicht und an den Ohren dunkler ist, als am übrigen Körper. Das Bauchfell kann heller sein, als auf dem Rücken und an den Beinen. Die Burma-Katze hat keine Punkte oder Streifen.

Zucht und Charakter

Burma-Katzen gelten als äußerst gelehrig, eine Eigenschaft, die birmanische Mönche an ihnen schätzten, noch bevor der Westen sie entdeckte. Außerdem stehen sie im Ruf, Glück zu bringen. Sie sind agil, neugierig und unternehmungslustig, spielen gerne und mögen den Kontakt mit Menschen; besonders mit Kindern kommen sie gut zurecht.

Angesichts der Zeit, in der Burma-Katzen bereits in aller Welt verbreitet sind, haben die Zuchtlinien auf den verschiedenen Kontinenten ganz individuelle Wege eingeschlagen. So gibt es heute etliche regional entstandene Farbvarianten, Fachleute sprechen von Varietäten. Professionelle Züchter achten darauf, ob diese von bestimmten Dachverbänden offiziell anerkannt werden. Letztlich bleibt es Geschmacksache, ob einem das jeweilige Tier persönlich gefällt.

Die Burma-Katze wird überwiegend in den Ländern des britischen Empire gezüchtet. Die aktive Zucht begann in Deutschland erst in den siebziger Jahren. Mittlerweile gibt es viele Liebhaber der Burma-Katze, die auf zahlreichen interessanten Plattformen ihr Wissen und ihre Begeisterung austauschen.