Die Insel Manx in der irischen See liegend, verleiht der Manx Katze ihren Namen. Das Rassemerkmal bei der Manx ist, der wegen eines Gendefektes, fehlende Schwanz. Neben dem fehlenden Schwanz fehlen der Manx auch einige Wirbelkörper, die für den, für diese Rasse charakteristischen Hoppelgang verantwortlich sind. Es wird vermutet, dass der Gendefekt, der für die Missbildung ursprünglich verantwortlich war, durch Inzucht entstanden ist. Was also als spontane Genmutation entstanden ist, versuchten Züchter später selektiv zu fördern.

Die Manx hat einen kompakten Körperbau mit kurzen, kräftigen Beinen, wobei die Hinterläufe deutlich länger sind als die Vorderbeine. Sie hat eine breite Brust und einen kurzen Rücken. Der Kopf ist relativ groß und fast rund. Die Ohren sind hoch angesetzt und groß. Die Augen liegen, im Vergleich zu anderen Artgenossen, dicht beieinander. Erlaubt sind alle Farben, sie sollten jedoch zu Fellfarbe passen, auch hier sind bis auf die Point Zeichnung aller Farben erlaubt. Das Fell besteht aus kurzem, glänzendem Deckhaar und einem kurzem und dichten Unterfell. Die Katzen erreichen ein Gewicht von durchschnittlich 3,5 Kg, die Kater haben ein Durchschnittsgewicht von 5,5 Kg.

Charakterlich wird die Manx als sehr ruhige und gutmütige Katze beschrieben. Die ihrem Besitzer sehr treu ist, Fremden gegenüber jedoch sehr scheu.

Durch den fehlenden Schwanz leidet die Manx unter erheblichen, gesundheitlichen Problemen. Neben Gleichgewichtsstörungen, die natürlich auch das Klettern erschweren, bereiten vor allem die fehlenden Wirbel und der damit verbundene Hoppelgang im Laufe der Jahre Probleme. Viele Tiere dieser Rasse leiden außerdem an einer Verkürzung des Enddarms, was zur Folge hat das die Tiere an Blasen- und Darmentleerungsstörungen leiden.

In Deutschland gilt die Zucht der Manx als Qualzucht und ist seit 1999 laut Tierschutzgesetz verboten. Züchter müssen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, wenn sie trotz Verbot diese Rasse weiter züchten. Auch in der Schweiz ist die Zucht der Manx per Gesetz verboten worden. In Österreich gibt es ein ähnliches Tierschutzgesetz, dort ist es allerdings umstritten ob die Zucht der Manx zur Qualzucht gehört. In Großbritannien und Skandinavien ist die Zucht der Manx weiterhin erlaubt, was von verschiedenen Tierschutzorganisationen scharf kritisiert wird.