Die Katzenrasse Singapura ist durch ihr Gewicht mit maximal 2 kg bei einer Kätzin und maximal 3 kg bei einem Kater die kleine Katzenrasse überhaupt. Die Herkunft der Singapura liegt bereits in ihrem Namen. Ihre Herkunft wird nämlich der Stadt Singapur zugeordnet. Hier kommt sie auch heute noch als natürliche Straßenkatze vor. Allerdings wird sie in Singapur Drain Cat bezeichnet, da sie sich hier meist in der Kanalisation oder in Ablußrohren aufhält. Dort findet sich ihr Beutetiere und Essensreste. Das geringe Gewicht und die kleine Größe liegen vermutlich einer über Generationen hinweg stattgefundenen Mangelernährung zugrunde. Aber auch durch die gegebenen Lebensverhältnisse als Straßenkatze und der damit verbundenen Selektionsvorteile ist der Minderwuchs zurückzuführen. Wobei viele Züchter dieser Begründung entgegenhalten, dass es sich bei den Singapura um eine Zucht aus Abessiniern und Burmesen sowie Tabby Siamesen handelt. Züchter sehen ein Indiz in der häufig auftretenden Erbkrankheit PRA. Diese Krankheit trat zuerst ausschließlich bei den Abessiniern auf. Dadurch führen Züchter die geringe Größe auf eine konsequente Selektion zurück. Es könnte aber zudem auch eine Inzuchterscheinung sein. Denn der Rassestandard verbietet eine Fremdeinkreuzung in die Rasse. Singapuras Katzen erinnern in der Tat wirklich stark an Burmakatzen. Letztendlich dürfte dann doch eine Fremdeinkreuzung mit Burmas und Abis erfolgt sein und die Erbrankheit wurde in die Rasse übertragen. Die erste Züchterin der Singapura Katzen war die USA Amerikanerin Tommy Meadows. 1975 begann sie die Katzen in die USA zu importieren und mit ihnen zu züchten. Sogar bis in die heutige Zeit gibt es nur wenige Singapura Zuchtkatzen. Der Rassestandard zeichnet einen mittellangen und kleinen Körper aus, der jedoch muskulös, kurz und mit dickem Hals ist. Die Kopfform der Singapura ist gerundet mit einem kräftigen Kinn und Pinch. Ihre Ohren sind groß und haben eine breite Basis, zudem sind sie leicht spitz und stehen im mittleren Abstand zueinander. Die Nase ist kurz, stumpf und mit leichtem Stop. Weiterhin zeichnet der Rassestandard große, offene und mandelförmige Augen aus. Diese sind schräg gesetzt. Ihre Augenfarbe ist meist haselnussfarben, aber auch gelb oder grün. Die Beine der Singapura sind schwer und muskulös, die Pfoten klein und oval. Der Schwanz ist dünn und mittellang mit einer stumpfen Spitze. Das Fell ist sehr kurz, fein und eng anliegend. Typische Fehler sind Farbfehler, vorstehende Augen oder kleine Ohren. Die Farben der Katze geben nur einen Farbschlag vor. Dieser wird mit einer warmen Elfenbeinton Grundfarbe mit dunkelbraunem Ticking beschrieben. Es liegt mindestens eine zweifache Bänderung vor. Bauch und Brust der Katze sind ungebleichtes Musselin, die Augen dunkelbraun umrandet. Lachsfarben sind der Nasenrücken und die Ohren, der Nasenspiegel hingegen rosa und dunkelbraun umrandet. Die Fußballen sind dunkelbraun. Die Singapura Katze hat einen sehr neugierigen Charakter. Sie ist verspielt und lebhaft und gilt außerdem als sehr treu und anhänglich. Die Haltung der Singapura Katze ist unkompliziert und pflegeleicht.