Die auch als Himalayan bezeichnete Colourpoint ist eine Farbvariation der bekannten Perserkatze, die farblich der Siamkatze ähnlich ist. Entwickelt hat sich die Zucht dieser Rasse aus dem Wunsch, eine Katze mit dem typischen Körperbau der Perser zu züchten, die jedoch die Farbmerkmale der Siamesen aufweisen sollten. Seit 1955 ist die Colourpoint als eigenständige Rasse in England anerkannt, in den USA folgte die Anerkennung 1957.

Die Colourpoint hat den typischen Körperbau der Perser-Katze. Der breite Kopf mit flachem Gesicht und Stupsnase sitzt auf einem kurzen, kräftigen, gedrungen wirkenden Körper mit einem kurzen, buschigen Schwanz. Die Fellbeschaffenheit des langen, sehr üppigen Haarkleids ist von dem der Perser nicht zu unterscheiden. Die Unterscheidung vom Perser liegt allein in den vorhandenen Colourpoints, also den Abzeichen die auch die Siamkatze aufweist. Das am ganzen Körper helle, cremefarbene Fell verfügt über markante Abzeichen an Beinen, Schwanz und im Gesicht, wo die Colourpoint eine Maske trägt. Bei den Abzeichen zugelassen sind ausnahmslos alle bekannten Farbvarianten der Siamkatzen.

Im Charakter vereint die Colourpoint die Merkmale der Perser und der Siamesen, von denen sie abstammt. Im Wesen stechen die Intelligenz, die Extravertiertheit und ihre Fügsamkeit und ihr Sanftmut hervor. Von der
Stimme lauter als eine Perserkatze, artikuliert sich die Colourpoint jedoch leiser als die sehr lauten Siamesen. Von den Siamesen dürfte sie auch ihre, im Vergleich zur Perser wesentlich ausgeprägtere, Unternehmenslust
ererbt haben.

Das lange Haarkleid der Colourpoint bedarf regelmäßiger Pflege und muss intensiv gebürstet werden. Das tägliche Ritual des Bürstens entfernt abgestorbene Haare, die die Katze ansonsten in zu großen Mengen bei ihrer
eigenen Körperpflege verschlucken würde, was ernste Folgen haben kann. Schluckt die Katze zuviel abgestorbenes Haar ab, bilden sich feste Haarballen im Magen, die von Erbrechen und Verdauungsproblemen bis hin zum lebensbedrohlichen Darmverschluss führen können. Weiterhin dient die regelmäßige Fellpflege der Parasitenprophylaxe. Einen etwaigen Befall erkennt man bei regelmäßigem Bürsten eher und hat so die Möglichkeit, einen weiteren
Befall zu verhindern.