Eins muss man Katzen lassen. Sie sind von Natur aus auf Sauberkeit bedacht. Anders als so manche Hunde, die gerne mal im Dreck wühlen, ist es bei der Katze ein Naturinstinkt, sich immer wieder zu putzen. So machen selbst wild lebende Katzen oftmals einen tadellos gepflegten Eindruck. Das Putzen dient allerdings nicht nur der Pflege, sondern hat auch die wichtige Funktion, Gerüche mit der Zunge aufzunehmen und sie auf dem Fell zu verteilen.

 

Abgesehen von der Fellpflege muss die Katze natürlich auch gelegentlich aufs Stille Örtchen. Was beim Hund regelmäßiges Gassigehen und emsiges Markieren bedeutet, das erledigt die Katze dezent auf dem Katzenklo. So gesehen, hat man es mit einer Katze leichter. Man spart sich die unzähligen Spaziergänge bei Sauwetter, die von Hundehaltern aus rein „technischen Gründen“ leise fluchend absolviert werden müssen.

 

So ein Katzenklo ist denkbar einfach, es reicht eine simple Wanne, die mit Katzenstreu gefüllt wird. Beides gibt es für wenig Geld im Handel. Das Katzenklo zu benutzen, lernen die jungen Kätzchen schon mit etwa drei bis sechs Wochen von ihrer Mutter.

 

Wichtig ist, dass aus dem Katzenklo keine Gerüche nach außen dringen. Katzenstreu ist deshalb besonders saugfähig und wer möchte, kann die Wanne zusätzlich mit einer Abdeckhaube versehen, so dass das Katzenklo wie ein kleines Häuschen aussieht. Als zusätzliche Geruchsbremse kann eine Pendeltür integriert werden. Meist wird das Katzenklo dort installiert, wo es optisch nicht stört, beispielsweise in einer Nische im Bad oder im Keller. Man kann das Katzenklo auch versteckt, mit einer kleinen Klappe versehen, in einen Schrank einbauen. Als Faustregel gilt: Je niedriger die Temperatur, um so geringer ist die Geruchsbelästigung. Welche Sorten von Streu den Geruch am besten binden und neutralisieren, ob Sand, Klumpstreu oder Holzspäne am besten funktionieren, gehört unter Katzenhaltern zu den meistdiskutierten Themen. Bis hin zu der Frage, ob etwas davon an den Pfoten hängen bleiben könnte. Hier muss jeder Katzenfreund selbst ausprobieren, was für ihn das Richtige ist.

 

Hin und wieder muss das Katzenklo gereinigt und mit neuer Katzenstreu versehen werden. Das kann man Klumpen für Klumpen selektiv mit kleinen Schäufelchen erledigen, ab und zu muss man die Streu komplett tauschen. Nicht gerade eine beliebte Aufgabe. Pfiffige Erfinder haben sich deshalb einen rotierenden Mechanismus einfallen lassen, der nach jeder Benutzung die Exkremente mit einem Sieb aus der Streu herausfiltert und in einer getrennten Auffangwanne ablegt. Diese selbstreinigenden Katzenklos sind vor allem in den Vereinigten Staaten sehr beliebt. In Erfahrungsberichten von Foren wird jedoch zu bedenken gegeben, dass das Ganze in eine ziemliche Sauerei ausarten kann, wenn es mal Durchfall gibt.

 

Für die passende musikalische Begleitung beim Reinigen des Katzenklos ist jedenfalls gesorgt:1994 landete der Sänger Helge Schneider mit seinem Song „Katzeklo“ einen Riesenerfolg und schaffte es in die Charts. Er trat damit sogar bei Thomas Gottschalk in der Sendung „Wetten, dass?“ auf. So manch einer singt noch immer beim Reinigen der Streu den Text „Katzeklo, Katzeklo, ja das macht die Katze froh…..“