Gestorben wird immer. Bestatter haben einen krisensicheren Job. So verwundert es nicht, dass man sich auch immer intensiver um die stilvolle Ruhestätte für des Menschen beste Freunde bemüht. Vielen ist es einfach zu herzlos, dass der Kadaver ihres geliebten Hausgenossen profan in die Abdeckerei wandern soll. Sie möchten ihrem Liebling und sich selbst einen würdigeren Abschied ermöglichen.

Mancher richtet eine Grabstelle im eigenen Garten ein. Dabei ist zu beachten, dass sich das Grundstück nicht in einem Wasserschutzgebiet befinden darf. Bei Tollwutverdacht ist eine eigene Bestattung nicht gestattet. Vorher sollte man sich über eventuelle Schutzgebiet-Regelungen oder Sondervorschriften der jeweiligen Gemeinde informieren. Die Tiefe des Grabes muss mindestens einen halben Meter betragen. Doch nicht jeder hat einen eigenen Garten. Und vielen ist die tägliche Konfrontation auf dem eigenen Grundstück einfach zu belastend. Sie bevorzugen einen Friedhof. Zahlreiche Tierfriedhöfe bieten im gesamten Bundesgebiet ihre Dienste an. Zur Erdbestattung gibt es Tiersärge in allen Größen und Ausführungen.

Manchem ist es noch lange ein Bedürfnis, gelegentlich einen Besuch an der Grabstätte ihres Freundes zu machen, der ihnen so viele Jahre ein treuer Kamerad gewesen ist. Viele frische Blumen zeigen, dass etliche Gräber regelmäßig aufgesucht werden. Viele Hundebesitzer haben bereits einen neuen vierbeinigen Begleiter dabei, der die auf diese Weise die Ruhestätte seines Vorgängers kennenlernt.

Liebevoll gestaltete Grabsteine zeigen, wer hier zur Ruhe gebettet worden ist. Oft ist neben dem Namen auch eine eingearbeitete Fotografie zu sehen. Auch Medaillons und Schilder aus Porzellan werden auf schlichten Holzkreuzen angebracht. Mancher errichtet sogar ein regelrechtes kleines Tier-Mausoleum. Hunde bilden die Majorität, doch auch Katzen, Vögel und andere Tierarten sind zu finden.

Doch nicht immer endet ein Haustierkadaver auf dem Friedhof. Manche bevorzugen die Verbrennung im Kleintierkrematorium und verwahren die Asche in kunstvoll gestalteten Tierurnen. Es gibt zahlreiche Varianten aus edelsten Materialien wie Marmor, Dolomit, Alabaster, Ton, Granit, Kupfer, Glas, Messing, Aluminium oder Holz. Wer die Urne noch individueller gestalten möchte, kann eine Gravur oder eine Airbrush-Lackierung seines Lieblings darauf anbringen lassen.

Die Tier-Seebestattung hat einen  weiteren Trend des Menschen in die Tierwelt übertragen. Dafür gibt es die passende Seebestattungsurne, die sich im Wasser mit der Zeit zersetzt und so die Asche nach und nach dem Meer übergibt. Der Trauernde hat die Wahl zwischen mehreren Gewässern und verschiedensten Schiffen, darunter sind auch stilvolle klassische Segelyachten. So kann diese letzte Reise eines Tieres für den Menschen zu einem friedlichen Törn in angenehmer Atmosphäre werden. Und wenn es später einmal gewünscht werden sollte, so lassen sich Gedenkfahrten zur exakten Beisetzungsposition unternehmen, die sich dank moderner GPS-Satellitennavigation stets metergenau wiederfinden läßt.

Um den Schmerz online ein wenig zu lindern, kann man sich mit Betroffenen im Trauerforum des Magazins „Ein Herz für Tiere“ miteinander austauschen.