Fast jeder hat schon einmal ein Suchplakat gesehen, auf dem eine entlaufene Katze oder ein Kater gesucht wird. Jahrelang sind sie von ihren Streifzügen brav wieder heimgekehrt. Deshalb ist kaum jemand auf die Situation vorbereitet. Doch auf einmal sind sie spurlos verschwunden.

 

Was kann man vorbeugend tun, damit die Sache gut ausgeht und der Ausreißer im Falle eines Falles gefunden wird und unversehrt wieder heimkehrt? Zunächst einmal heißt es, Ruhe zu bewahren. Denn Katzen sind wahre Überlebenskünstler. Auch bei kalten Temperaturen finden sie ein geschütztes Plätzchen. Sie kommen auch eine Weile ohne Futter aus. Mit ihrem Spürsinn finden sie draußen eine Menge Essbares und können sich wochenlang selbst durchschlagen.

 

Früher oder später wird das Tier einem Menschen auffallen, wenn es länger herrenlos herumstreift. Findet derjenige einen Anhaltspunkt, an wen er sich wenden kann, ist die Benachrichtigung des Halters kein Problem. Bewährt haben sich zu diesem Zweck kleine runde Metallanhänger am Halsband, auf denen der Name der Katze und die Rufnummer des Halters eingraviert sind. Solche Anhänger fertigt jeder Schlüsseldienst für wenig Geld  im Nu an.

 

Eine weitere Möglichkeit ist die Anbringung von Kennzeichen, mit denen sich das Tier eindeutig identifizieren läßt. Häufig geschieht das durch die Tätowierung von Kennbuchstaben und -ziffern auf der Innenseite eines Ohres durch den Tierarzt. Den eintätowierten Code kann man in einem Haustierzentralregister, zum Beispiel bei Tasso e.V., melden. Ein Meldeformular gibt es ebenfalls beim Tierarzt. So lassen sich gefundene Tiere zweifelsfrei zuordnen und zurück vermitteln. Außerdem kann man die Art der Tätowierung sowie besondere Kennzeichen auf einem Suchplakat angeben, damit eventuelle Finder sofort feststellen können, ob es sich bei einer zugelaufenen Katze um die Gesuchte handelt.

 

Um auf eine mögliche Suche gut vorbereitet zu sein, sollte man seinen Kater oder seine Katze von Zeit zu Zeit fotografieren, um stets ein aktuelles, gut erkennbares Bild verfügbar zu haben. So ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und der mögliche Finder kennt sich wahrscheinlich nicht gut genug aus, um sich die oder den Vermißte(n) allein anhand einer Rassebezeichnung optisch vorstellen zu können.

 

Die modernste Art der Haustierregistrierung ist die Implantation eines so genannten Chips. Den darf man sich allerdings in Form und Größe nicht so vorstellen, wie den Chip in einer Camera oder in einem Handy. Vielmehr handelt es sich um ein winziges Objekt, so klein, dass der Tierarzt es mit einer Spritze unter die Haut implantieren kann. Doch groß genug, um einige Daten, vor allem eine Registriernummer, dauerhaft speichern zu können.

 

Tierheime und viele Polizeidienststellen verfügen über entsprechende Lesegeräte und können berührungsfrei aus kurzer Distanz die Daten eines solchen Chips auslesen und so eindeutig den Halter ermitteln. Die Registrierung hat noch einen weiteren Vorteil: Tierlabors achten darauf und nehmen registrierte Haustiere gar nicht erst an. Man schützt durch die Registrierung also auch vor der Gefahr, ein unangenehmes Ende als Labortier zu nehmen.