Klar, in der Natur braucht die Katze ihre Krallen zum Klettern und zum Beutemachen. Aber leider wird auch der gute Vorhang, der frisch bezogene Polstersessel, leicht zur „Beute“. Die Krallen erneuern sich ständig. Unter der äußeren Hülle wächst stets frische Krallensubstanz nach. Es ist für die Katze also nicht erforderlich, die Krallen zu schärfen, wie oft vermutet wird. Sie muss nur gelegentlich die äußere, verbrauchte Hülle abstreifen, ähnlich wie bei einer Häutung, um die frisch nachgewachsene Kralle freizulegen. Dazu wird quasi spielerisch mit den Krallen „gearbeitet“, bis die alten verhornten Hüllen entfernt sind. Gleichzeitig trainiert das die Muskeln, mit denen die Krallen ein- und ausgefahren werden. Man findet diese Krallenreste bei genauem Hinsehen in den beschädigten Polstern wieder. An den Hinterpfoten wird allerdings das Gebiss zu Hilfe genommen, um die alten Krallenreste zu entfernen.