Mit ihrer Schwanzhaltung können Katzen eine ganze Menge ausdrücken. Die Bedeutung weicht jedoch massiv von den Signalen des Hundes ab, weshalb es zwischen Katzen und Hunden zu Missverständnissen kommt.
Zur Begrüßung ihrer Mutter richten junge Katzen den Schwanz steil in die Höhe. Ebenso richten Katzen den Schwanz steil in die Höhe, wenn sie vom Menschen gestreichelt werden.
Wedelt eine Katze mit dem Schwanz, so ist man geneigt, das, analog zum Hund, als Zeichen von Aufregung zu werten. Tatsächlich handelt es sich um eine Konfliktsituation in der die Katze sich zwischen zwei Alternativen entscheiden muss. Das Schwanzwedeln ist also ein Zeichen von vorübergehender Unentschlossenheit. Sobald eine Entscheidung getroffen ist, gerät der Schwanz wieder in Ruhe.
Außerdem verwendet die Katze den Schwanz zum balancieren. Überquert sie einen schmalen Balken, so sorgt der Schwanz für das Gleichgewicht. Stellt man eine Katze auf die Sitzbank in die Mitte eines schaukelnden Ruderbootes, so wird der Schwanz die Schaukelbewegungenn durch Hin- und Herschwingen genau im Takt der Wellen ausgleichen.
Das Schwanzwedeln bei Unentschlossenheit ist eine geistige Übertragung dieser Balancebemühungen. Die Katze fühlt sich abwechselnd hierhin und dorthin gezogen, der Schwanz versucht, quasi stellvertretend, das Gleichgewicht zwischen den widersprüchlichen Trieben durch Hin- und Herschwingen herzustellen.
Fällt die Katze aus großer Höhe, so landet sie sicher auf den Füßen. Auch hierbei spielt der Schwanz eine entscheidende Rolle: Durch äußerst schnelle Rotation sorgt er für die erforderliche Körperdrehung, so dass die Pfoten bereits im Fallen nach unten zeigen.