Katzen und Hunde, die miteinander aufwachsen, können sich hervorragend aneinander gewöhnen und recht gut miteinander auskommen, wenngleich sie selten echte Spielgefährten werden. In der Regel empfindet eine Katze einen Hund erst einmal als bedrohlich. Sie richtet sich auf ausgestreckten Beinen völlig auf und macht mit gesträubtem Fell einen Buckel und stellt sich seitwärts. Das ist einerseits eine Imponierhaltung, die auf optische Größe setzt, um zu zeigen, dass hier ein furchtloser Gegner wartet. Einstweilen schwankt die Katze aber noch zwischen Furcht und Aggression. Die Abwehrbereitschaft wird durch drohendes Fauchen unterstrichen. Häufig wird sich die Katze letztlich für die Flucht, zum Beispiel auf einen Baum, entscheiden. Manche sehen aber auch im Angriff die beste Verteidigung, wobei der Hund unter spuckenden Geräuschen mit Krallenhieben traktiert wird. Besonders auf die empfindliche Hundenase wird gezielt. Erfahrene Katzen wissen allerdings, dass sie für den Hund relativ uninteressant sind, solange sie still sitzenbleiben. Flucht birgt die Gefahr, für den Hund erst richtig interessant zu werden; denn er würde sie verfolgen.